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HNO-Praxis Dr. Bandau in
Ludwigshafen
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Vitamine & Co Auszüge eines Artikels von J. van Lunteren
Warum die Pharmaindustrie Nahrungsergänzungsmittel bekämpft. Was in den USA schon lange in Supermärkten als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wird, hat hierzulande einen schweren Stand. Dass er einen hochwertigen Treibstoff für sein Auto braucht, muss man dem Menschen kaum erklären. Geht es jedoch um den Treibstoff für seinen eigenen Körper, geht es um seine Nahrung, dann stößt man - sogar bei vielen Ärzten - auf erstaunliche Unkenntnis. Sehr lange wusste man praktisch nichts über die tatsächlichen Funktionen der Mikronährstoffe und auch heute gehört ihre überlebenswichtige Bedeutung keineswegs zum Allgemeinwissen. Dabei bietet z.B. die orthomolekulare Medizin längst wissenschaftlich untermauerte Fakten. Inzwischen kann man bei etwa 200 meist chronisch verlaufenden Erkrankungen, von Arteriosklerose, über MCS, Allergien, Herzinfarkte bis hin zu Krebs nachweisen, dass sie durch einen Jahre, Jahrzehnte oder gar lebenslangen Mangel an Mikronährstoffen entstehen. Der westliche Mensch ist zwar überernährt was die Kalorien angeht, jedoch gleichzeitig mangelernährt was die Mikronährstoffe betrifft. Positiv formuliert: Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen schützt ihn. Raucher mit einem erhöhten Betakarotinspiegel erkranken viel seltener an Lungenkrebs, erhöhte Vitamin-C-Spiegel senken das Infarktrisiko (Arteriosklerose), erhöhte Zinkzufuhr verkürzt grippale Infekte, Kombinationen aus Betakarotin, Vitamin E und C senken die Sterblichkeit bei Krebs, erhöhte Vitamin-E-Spiegel lindern rheumatische Prozesse usw. usf. Man stellte dabei u.a. fest, dass die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Dosierungen für Vitamine & Co. völlig an der Sache vorbeigehen. Während die DGE z.B. 12 IE Vitamin E empfiehlt, rät die renommierte Berkeley Universität schon längst zu 200 - 800 IE Vitamin E täglich. Wissenschaftliche Studien werden ignoriert. Was wie eine nüchterne wissenschaftliche Feststellung klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Vorbote grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen. Als erstes hat das die Pharmaindustrie erkannt. Über unzählige Handlanger mit einem "Dr.“ oder "Prof." vor dem Namen versucht sie Vitamine & Co über die Medien in Verruf zu bringen. Frei nach dem Motto, dass man Otto Normalverbraucher ohnehin jeden Unsinn erzählen kann, da er keine Ahnung hat, tischt die Pharmaindustrie den widersprüchlichsten Blödsinn auf. So ist man krampfhaft bemüht, Nahrungsergänzungsmittel zu Medikamenten zu erklären und warnt vor (nicht vorhandenen) Nebenwirkungen. Als Medikament wären hoch dosierte Mikronährstoffe zulassungspflichtig- und damit weg vom Markt. Denn eine Zulassung kann sich heutzutage nur die Pharmaindustrie finanziell leisten - und die wird den Teufel tun. Die Hysterie der Pharmaindustrie in Sachen hoch dosierte Ergänzung der Nahrung mit Vitamin & Co ist verständlich. Denn es geht ihren satten Gewinnen an den Kragen, wenn allgemein bekannt wird, dass eine simple Erhöhung der Vitamin E Zufuhr (auf 200 IE) das Infarktrisiko um 34% senkt (Nurses Health Study, 1993), während die chemischen Basteleien der Pharmaindustrie wie z.B Cholesterinsynthesehemmer dieses Risiko nur um 7% senken, von Kosten und Nebenwirkungen ganz zu schweigen. Wenn der Bürger erst mal begriffen hat, dass allein die Zufuhr von 200 µg Selen sein Risiko, an bestimmten Krebsarten zu sterben, um 50% senkt (National Prevention of Cancer-Studie. Prof. Clark), während die Pharmaindustrie keinerlei Vorsorge zu bieten haben. Eindeutige Studien werden komplett ignoriert oder als nichts sagender "Kleinkram" bagatellisiert. Dass die oben erwähnten Studien (nur zwei von Hunderten!) von der Regierung getragen werden - die Nurses Health Studie läuft seit über 10 Jahren und umfasst inzwischen knapp 100.000 Personen - das "übersehen" die Pharmagiganten lieber. Nicht umsonst bemüht man überall die Mär, dass eine "ausgewogene Ernährung" den Menschen ausreichend versorge. Tatsache ist jedoch, dass u.a. das Lebensmittellabor in Karlsruhe schon längst das Gegenteil festgestellt hat - aber das verschweigt man lieber.
J. van Lunteren studierte Medizin und ist heute wissenschaftlicher Journalist und Buchautor. |