HNO-Praxis Dr. Bandau in Ludwigshafen

 

Biologische Krebsabwehr

                                        Auszug aus der Therapie-Info 1/98 der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, Heidelberg

Sauerstoff - Therapien , Schutz vor Nebenwirkungen und erhöhte Abwehrkraft

Viele Krebspatienten und Therapeuten berichten über gute Erfahrungen mit einer zusätzlichen Sauerstoff-Therapie. In der Regel wird sie unterstützend zu anderen Immuntherapien angewandt. Sie soll die Wirksamkeit von Mistel- oder Organpräparaten erhöhen, Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie mindern und die Abwehrkräfte und das Wohlbefinden erhöhen. Durch lange Bettlägerigkeit, Behinderungen, Bewegungsmangel, Stress und andere Begleitumstände der Krankheit kommt es oft zu einem Mangel an Sauerstoff in den Geweben. Die Zellen aber brauchen Sauerstoff als Energie für alle Stoffwechselfunktionen. Gehirnzellen sterben schon nach wenigen Minuten ab, wenn es daran fehlt. Ein Mangel an Sauerstoff mindert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern schwächt auch die Widerstands- und Abwehrkräfte.

 

Sauerstoff bremst Krebszellen

Sauerstofftherapien können einen direkten Einfluss auf das Krebsgeschehen ausüben. Aus einer Reihe von Untersuchungen geht hervor, dass Krebszellen in sauerstoffarmen und schlecht durchbluteten Geweben besonders gute Wachstumsbedingungen vorfinden. Sie können sogar, im Gegensatz zu gesunden Zellen, ohne Sauerstoff auskommen und auf einen ,,anaeroben", das heißt einen von Sauerstoff unabhängigen Stoffwechsels, umschalten. Ganz allgemein scheinen sie in schlecht durchbluteten und sauerstoffarmen Geweben besser gedeihen zu können. Es gibt sogar Hinweise, dass Tumorzellen von sich aus die gesunden Nachbarzellen durch Übersäuerung in ein Sauerstoffdefizit bringen, um sich selbst bessere Lebensbedingungen zu schaffen. In sauren Geweben mit Sauerstoffmangel können die Abwehrzellen nur beschränkt wirksam werden. Sauerstoff und Ernährung sind Möglichkeiten, diesen Schutzwall aufzubrechen, den Krebszellen um sich herum errichten. Bei der täglichen Kost sollten entsäuernde, basische Lebensmittel bevorzugt gegessen werden, also viel Obst und Gemüse und nur wenig säurebildende Lebensmittel wie tierisches Eiweiß (Fleisch) und Süßwaren. Entsäuernd wirkt auch alles, was mehr Sauerstoff in die Gewebe bringt. Empfehlenswert sind daher ausgedehnte Spaziergänge, Atemgymnastik oder sportliche und gymnastische Übungen.

Schutz vor Bestrahlungsfolgen

Schlecht durchblutete Gewebe sind anfälliger gegen Schädigungen, wie sie bei einer Chemo- oder Strahlentherapie auftreten. Besonders hilfreich scheint die Sauerstofftherapie als Begleitmaßnahme während einer Strahlenbehandlung zu sein. Darüber liegen zahlreiche Erfahrungen, aber auch klinische Ergebnisse vor. So werden in einigen radiologischen Kliniken die Patienten in einer Überdruckkammer bestrahlt. Durch den Überdruck kommt es zu einer erheblichen Steigerung der Sauerstoffaufnahme. Aus einer Studie der Universitätsklinik Düsseldorf geht hervor, dass die gleichzeitige Anwendung von Bestrahlung und Sauerstoffbeatmung die therapeutischen Ergebnisse verbessert und die Nebenwirkungen reduziert. Die Zufuhr von Sauerstoff erhöht im Tumorgewebe die Wirksamkeit der Strahlen, im gesunden Gewebe dagegen treten weniger Beschwerden auf. Hier fördert Sauerstoff die Reparatur von Strahlenschäden. Quälende Entzündungen an den Schleimhäuten sind weniger heftig, chronische Langzeitschäden seltener.