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Fast jeder von uns ist in der
Nacht schon vom Schnarchen seines Bettnachbarn in seiner Ruhe gestört worden.
Meistens handelt es sich dabei um die harmlose Form des Schnarchens, die
lediglich zu einer nächtlichen Störung des Partners führt. Es gibt aber noch
eine andere Form, die sich durch zum Teil minutenlange Atemaussetzer äußert.
Diese nächtlichen Atemaussetzer sind gefährlich, weil der Herzmuskel oder das
Hirn während der Atempause nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird.
Symptome dieser sogenannten
Schlafapnoe sind:
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Unklare Tagesmüdigkeit
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Morgendliche Abgeschlagenheit
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Unruhiger Schlaf, nächtliches Schwitzen
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Kopfschmerzen am Morgen
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Libido- und Potenzstörungen
Folgen einer solchen
Schlafapnoe können Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit,
Herzinsuffizienz oder sogar ein Schlaganfall sein. Es führt aber auch zu einem
erhöhten Unfallrisiko und sogar zu Persönlichkeitsveränderungen.
Man schätzt, dass in
Deutschland 10% aller Einwohner unter Schlaf-Wachstörungen leiden, davon haben
allein 800.000 eine dringend behandlungsbedürftige Schlafapnoe.
Mit einem kurzen Fragebogen
können wir in der Sprechstunde klären, ob bei Ihnen die gefährliche Form des
Schnarchens mit den Atemaussetzern vorliegt oder nicht. Ich werde sie dann
untersuchen und dabei prüfen, ob im Bereich der oberen Atemwege, also von der
Nasenspitze bis zum Kehlkopf eine Engstelle zu finden ist, die den Luftstrom in
die Lungen während des Schlafes behindert.
Anschließend besteht die Möglichkeit bei Ihnen zu
Hause, mit einem kleinen Gerät (so groß wie ein Handy), Ihren Schlaf und etwaige
Atempausen aufzuzeichnen, um weitere Gewissheit zu erlangen, ob bei Ihnen die
harmlose Art des Schnarchens oder die gefährlichere Art vorliegt. Dadurch kann in den meisten Fällen der
Klinikaufenthalt zur Polysomnographie in einem Schlaflabor vermieden werden.
Nach Auswertung Ihrer Schlafphase, die mindestens 6 Stunden betragen sollte,
kann ich Ihnen dann Ratschläge erteilen, wie in Zukunft das Schnarchen und die
nächtlichen Atempausen vermieden werden können.
In seltenen Fällen kann mit
geringen Mitteln, wie einer Nasenklammer oder einer Gebissschiene das Schnarchen
beseitigt werden. Bei einem Teil der Betroffenen wird man mit einem operativen
Eingriff an der Nasenscheidewand und/oder am Gaumen helfen können, andere
Patienten werden für die Nacht ein Atemgerät verschrieben bekommen, das die
nächtlichen Atemaussetzer verhindern kann.
Ich werde Sie in der
Sprechstunde ausführlich informieren.
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