- Ohrenschmalz entfernen lassen
- nicht kratzen
- keine "Werkzeuge"
- Ohrentropfen vom HNO-Arzt

Perichondritis
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Gehörgangsentzündung
Eine
Geißel der Sommermonate und der Badesaison ist die Entzündung des
Gehörganges. Es fängt mit einem Juckreiz im Ohr an, man muss ständig
kratzen, greift zu den beliebten Q-Tips, zu Büroklammern oder
Stricknadeln; alles ist dem geplagten Opfer dieser an sich harmlosen
Erkrankung recht. Aber alle diese Maßnahmen sind grundfalsch! Was dann
folgt, sind bisweilen unerträgliche Schmerzen im Ohr, die einem die
Tränen in die Augen treiben können. Passiert Ihnen so etwas in einem
fernen Urlaubsland, benötigen Sie etliche Urlaubstage, um einen HNO-
Arzt zu finden.
Kommen
Sie am besten schon vor der warmen Jahreszeit, oder vor einem Badeurlaub
zu Ihrem HNO Arzt und lassen sich die Gehörgänge von Ohrenschmalz
befreien.
Ein
sauberes Ohr bietet nur geringe Möglichkeiten für das Angehen einer
Infektion. Sollten Anzeichen einer Entzündung zu erkennen sein, kann
Ihnen der HNO- Arzt mit Ohrentropfen oder einer Salbe schnell Linderung
verschaffen. Nur in ganz seltenen Fällen ist die Entzündung auf die
Ohrmuschel übergetreten, dann wird es nötig sein, dass Sie für einige
Tage ein spezielles
Antibiotikum einnehmen müssen. Sollte es bereits zu dieser Komplikation
gekommen sein, kann Ihnen nur noch der HNO- Arzt helfen!
60 bis 80% aller Entzündungen im Gehörgang sind durch Pilze
entstanden.
Hier ist die Behandlung ähnlich, die benutzten Medikamente sind aber
ganz verschieden. Unter dem Mikroskop kann Ihr HNO-Arzt den Unterschied
leicht erkennen . Entweder
mit einer Farblösung oder aber mit einer
speziellen Salbe wird er diese Erkrankung behandeln. Die Behandlung
dauert bei Pilzen meist etwas länger als bei bakteriellen Entzündungen.

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Je wärmer das Badewasser,
desto größer die Gefahr einer Entzündung
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Das Zerumen-Gen an Chromosom 16 lokalisiert
Für die zwei unterschiedlichen Formen des menschlichen
Ohrenschmalzes, das trockene und das feuchte Zerumen, ist jeweils
ein spezifisches Gen verantwortlich. Produziert wird Zerumen in
einer apokrinen Drüse, wobei das trockene Ohrenschmalz mit
unterentwickelten apokrinen Drüsen assoziiert ist. Die Kodierung
seines Entstehungsortes könnte deshalb das Verständnis für die
Arbeitsweise aller apokrinen Drüsen erleichtern, meinte eine
japanisch-amerikanische Forschergruppe.
Hiroaki Tomita (ehemals Nagasaki University School of Medicine) und
seine Kollegen kamen auf diese Vermutung bei der Untersuchung einer
japanischen Patientin, die an einer paroxysmalen Choreoathetosis
litt. Das Ohrenschmalz dieser Patientin gehörte zu der feuchten
Sorte, was ungewöhnlich war, denn feuchtes Ohrenschmalz kommt bei
Menschen weißer und afrikanischer Herkunft vor, während bei Asiaten
und amerikanischen Indianern das trockene Zerumen die Norm ist.
Sechs andere Mitglieder der gleichen Familie litten an der gleichen
neurologischen Störung und ihr Zerumen gehörte ebenfalls zu der
feuchten Sorte. Die japanischen Wissenschaftler identifizierten
darauf hin den Genort für Zerumen auf dem selben Areal des
Chromosomen 16, wo sich auch das Gen der Choreoathetose befindet.
Publiziert in The Lancet, 8. June 2002,
www.lancet.com |

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