Implantierbare Hörgeräte

lmplantate funktionieren anders als konventionelle Hörgeräte. Beim konventionellen Hörgerät wird der Schall über Mikrofone aufgenommen und über Lautsprecher weitergegeben

Bei Implantaten wird der Schall natürlich ebenfalls über ein Mikrofon aufgenommen, ein Wandler setzt aber dieses Signal elektromagnetisch oder piezoelektrisch in eine Schwingungsverstärkung der Gehörknöchelchenkette um. Am langen Ambossschenkel sitzt der aktive Bestandteil des Systems, der die Gehörknöchelchen in verstärkte Schwingungen versetzt. Beim Teilimplantat wird der Audioprozessor meist durch das Haar verdeckt außen getragen. Hier sind Batterien und Sprachprozessor untergebracht. Er sitzt magnetisch transkutan am Implantat. Beim Vollimplantat ist äußerlich nichts sichtbar, die Energieversorgung erfolgt induktiv.

Zur Zeit können Vollimplantate nur bei Erwachsenen eingesetzt werden. Für verschiedene Patienten kommt eine solche Versorgung gar nicht in Frage. Um es kurz und verständlich zu machen:

Konventionelle Hörgeräte haben bedingt durch ihre Miniaturisierung eine natürliche Grenze. Der Hörraum im Gehörgang ist klein und die Lautsprecher der Systeme sind durch physikalische Gesetzmäßigkeiten einfach begrenzt. Ein konventionelles Hörgerät schafft etwa 4 Kilohertz, ein Implantat bis 10. Daraus folgt eine bessere Klangqualität. Es gibt Hörgeschädigte, denen trotz modernster Technologie der heutigen Hörgeräte nicht befriedigend geholfen werden kann. Hier können Implantate helfen. Daneben gibt es viele Kontraindikationen, die eine konventionelle Hörgeräte-Versorgung vereiteln. Beispielsweise seien chronische Gehörgangsprobleme genannt. Bei diesen Menschen gibt es häufig nässende Ekzeme - ein konventionelles Hörgerät kann nur gelegentlich eingesetzt werden. Komplizierte Hörkurvenverläufe oder bestimmte berufliche Tätigkeiten erschweren bei vielen den Einsatz der konventionellen Systeme. Implantate bieten sich deshalb vor allem bei mittel- bis hochgradig Schwerhörigen und bei Menschen mit isolierter Hochtonschwerhörigkeit bis 90 dB an.

Nähere Informationen zu dieser Art von Hörgeräteversorgung finden Sie unter www.vibrant-medel.com

 



Vibrant Soundbridge Hörsystem

 

 

 

 

 

 


Soundprozessor hinter dem Ohr
Unter den Haaren ist der Soundprozessor nicht zu sehen.