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Ferienzeit- Reisezeit
Probleme
bei Flugreisen
In
den letzten Wochen wurde in den Zeitungen und Illustrierten viel über die
Gefahr von tiefen Beinvenenthrombosen geschrieben, die der Fluggast
aufgrund des stundenlangen Sitzens mit abgewinkelten Beinen erleiden kann.
Diese Erkrankung ist jedoch gerade für den jüngeren Reisenden recht
selten. Sehr viel häufiger leiden aber auch junge gesunde Menschen und
vor allem die Kinder während des Steigflugs oder beim Sinkflug an unerträglichen
Kopf- und Ohrenschmerzen.
Bei
einer Reiseflughöhe von 12000 m beträgt der Druck in der Kabine des
Flugzeugs einem Luftdruck, der einer Höhe von 2300 m entspricht. In
dieser Höhe nimmt bekannter Weise der Luftdruck ab. Wir kennen alle das
Phänomen dass wir bei langen Autofahrten in den Alpen schlucken müssen,
wir nehmen einen Druckausgleich vor, das heißt, wir passen den Luftdruck
im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen dem Außendruck an. Wenn uns
dieser Druckausgleich nicht gelingt, führt der relative Überdruck im
Mittelohr bei Steigflug zu einer Aufblähung des Trommelfells, ja es kann
sogar zu einem Zerreißen des Trommelfells kommen. Auf der anderen Seite
kommt es beim Sinkflug zu einer Erhöhung des Luftdrucks in der Kabine und
bei mangelnder Möglichkeit des Druckausgleichs zu einem Unterdruck im
Mittelohr, es kann dadurch zu einem Reißen des Trommelfells nach Innen,
in die Paukenhöhle kommen. Beim gesunden Menschen sind die feinen Kanäle
und Verbindungsgänge durchgängig, wir können den Außendruck dem
Innendruck angleichen. Kleine Kinder jedoch
und auch Erwachsene, die kurz vor der Flugreise eine sogenannte Erkältung,
also einen Infekt der oberen Atemwege durchlitten haben, können aufgrund
der immer noch bestehenden Schwellung dieser Verbindungsgänge den
Druckausgleich nur mangelhaft oder gar nicht ausführen. Diese
unterschiedlichen Drücke im Kopf kündigen sich durch rasende Schmerzen
an. Durch die besondere Form der Eustach’schen Röhre gelingt das
Druckausgleichsmanöver beim Steigflug der Maschine sehr viel besser als
bei der Landung.
Fragen
Sie mich in meiner Sprechstunde, ich werde Ihnen erklären, wie Sie mit
einfachen Maßnahmen diese schmerzhaften Erfahrungen vermeiden können.

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